E-Rechnung in Belgien: Pflicht seit 1. Januar 2026.
Was das Gesetz verlangt, was es kostet, wenn Sie es nicht einhalten, und was als Nächstes kommt. Stand: 23. Oktober 2026.
Zeitleiste
- 04. Feb. 2024Das Gesetz wird verabschiedetDie strukturierte elektronische Rechnung zwischen belgischen MwSt.-pflichtigen Unternehmen wird Gesetz.
- 31. Dez. 2025Hermes wird eingestelltDie staatliche Plattform Hermes wird abgeschaltet. Archivierte Daten blieben bis 31. März 2026 lesbar.
- 01. Jan. 2026Die Pflicht beginntIn Belgien niedergelassene MwSt.-pflichtige Unternehmen müssen strukturierte B2B-E-Rechnungen senden und empfangen.
- 31. März 2026Toleranzfrist endetIm 1. Quartal 2026 wurden keine Bußgelder gegen Unternehmen verhängt, die sich angemessen und rechtzeitig bemühten.
- 01. Jan. 2028E-Reporting (Entwurf)Ein am 18. Juli 2026 gebilligter Gesetzentwurf sieht eine Meldung der Rechnungsdaten an die Steuerverwaltung nahezu in Echtzeit vor.
Wer betroffen ist
Was Abwarten kostet.
Bußgelder fallen an, wenn ein Unternehmen keine strukturierten E-Rechnungen senden oder empfangen kann. Ein Wiederholungsverstoß zählt nur, wenn er mehr als drei Monate nach dem vorherigen festgestellt wird. Ihre Kunden können zudem ihren Vorsteuerabzug verlieren, und die üblichen Bußgelder für Rechnungsverstöße gelten weiterhin.
| Verstoß | Bußgeld |
|---|---|
| Erster Verstoß | 1.500 € |
| Zweiter Verstoß | 3.000 € |
| Jeder weitere Verstoß | 5.000 € |
Fünf Schritte zur Konformität.
Mit PeppolNavigator erledigen Sie jeden davon direkt in der App.
- 01Registrieren Sie Ihr Unternehmen bei Peppol (inklusive KYC-Dokumente)
- 02Prüfen Sie, welche Kunden und Lieferanten bereits bei Peppol sind
- 03Senden Sie Ihre Rechnungen als Peppol BIS 3.0 UBL, mit E-Mail als Ausweichweg
- 04Stellen Sie sicher, dass eingehende E-Rechnungen Sie und Ihren Buchhalter erreichen
- 05Bewahren Sie die strukturierten Rechnungen auf: Sie sind Ihre rechtlichen Originale
Fragen zur Pflicht
01Ist ein per E-Mail gesendetes PDF noch eine gültige Rechnung?
Für B2B-Rechnungen zwischen belgischen MwSt.-pflichtigen Unternehmen seit dem 1. Januar 2026 nicht mehr. Die Rechnung muss eine strukturierte elektronische Rechnung sein, in der Praxis Peppol BIS 3.0 UBL.
02Kann ich Hermes noch nutzen?
Nein. Der Staat hat Hermes am 31. Dezember 2025 eingestellt, weil genügend kommerzielle Lösungen verfügbar waren. Sie brauchen einen Anbieter wie PeppolNavigator.
03Gibt es einen Steuervorteil?
Einzelunternehmer, Selbstständige, Freiberufler und kleine Gesellschaften können 120 % der direkten Kosten für E-Rechnungssoftware (in der Regel Abonnementgebühren) und für Beratung speziell zu deren Einführung abziehen, für die Besteuerungszeiträume 2024 bis 2027. Abschreibungen zählen nicht, und die offiziellen Leitlinien äußern sich nicht ausdrücklich zu Preisen pro Dokument oder einmaligen Gebühren. Fragen Sie Ihren Buchhalter, ob Ihr Vertrag infrage kommt.
04Was ändert sich 2028?
Ein am 18. Juli 2026 vom Ministerrat gebilligter Gesetzentwurf sieht ab dem 1. Januar 2028 ein E-Reporting der Rechnungsdaten an die Steuerverwaltung nahezu in Echtzeit vor, aufbauend auf Peppol. Es ist noch kein Gesetz; wir verfolgen es in PeppolNavigator.
05Wie sieht es mit Rechnungen an Behörden aus?
Rechnungen an belgische öffentliche Stellen laufen über Mercurius, das auch über Peppol erreichbar ist. PeppolNavigator sendet sie auf dieselbe Weise.
Quellen
- einvoice.belgium.be — FPS Finance / BOSA ↗
- Loyens & Loeff — Royal Decree e-invoicing 2026 ↗
- EY — Belgium e-reporting from 2028 (draft) ↗
- Sovos — Belgium sunsets Hermes ↗
- news.belgium.be — 120% deduction ↗
- European Commission — eInvoicing in Belgium ↗
- efactuur.belgium.be — mandatory since 2026 ↗
- efactuur.belgium.be — end of the tolerance period ↗
- news.belgium.be — e-reporting 2028 (Council of Ministers) ↗
- Chamber of Representatives — bill 55K3743 (120% deduction) ↗
Diese Seite bietet allgemeine Informationen, keine Rechts- oder Steuerberatung. Klären Sie Ihre Situation mit Ihrem Buchhalter. Die Quellen wurden am 23. Oktober 2026 geprüft.